Ad Awareness – Was wissen wir wirklich?

In einer unserer Vorlesungen wurden wir gefragt ob wir jemals auf die Anzeigen bei den Suchresultaten klicken würden. “Nein” lautete die klare Antwort der Mehrheit. Sind wir nicht alle überzeugt davon, dass wir nicht anfällig für Werbung sind und lachen gerne mal über die “Dummen” die sich in die Falle der AdWords locken lassen?

Zuerst ein paar Facts als Einführung in die Bedeutung Suchmaschinen. Sie sind nämlich die meiste genutzte Onlineanwendung, sogar noch vor dem Senden und Empfangen von E-Mails (ARD/ZDF Onlinestudie 2011). Google ist die absolut meist genutzte Internetseite überhaupt und drei weitere Suchmaschinen befinden sich in den Top Ten. Ausserdem, 69% des Umsatzes von Google stammt aus dem Gebrauch von Adwords.

Wenn man nun diese hohe Nutzung von Suchmaschinen betrachtet, stellt sich die Frage wie viel wir denn nun tatsächlich über sie wissen. Im Allgemeinen sagen 45.8% aus, dass sie sich der Pay Per Click bewusst zu seien. 32 % behaupten dies noch in Beziehung zu Adwords. Jedoch nur 21% haben schon mal was von SEO gehört. Was bedeutet nun dies für die Ad Awareness? Mehr als die Hälfte haben sich noch nicht mit diesen drei wichtigen Stichwörtern des Suchmaschinen Marketings beschäftigt. Dies ist eine überraschend hohe Anzahl wenn man es mit den herrschenden Vorurteilen gegenüber „geldmachenden Suchmaschinen“ vergleicht. Mehr als zwei Drittel fühlen sich nämlich durch die Möglichkeit für eine gute Platzierung in Suchmaschinen Resultaten zu bezahlen getäuscht.

Eine Umfrage hat Leute direkt mit Suchmaschinen Resultaten konfrontiert und gefragt ob sich dazwischen Anzeigen befinden. Die Ausgangsfrage war folgende „does this search result have ads on it“? Man würde vermuten, dass man bei dieser Frage schon vor Skepsis platzen müsste. Zahlen beweisen jedoch das Gegenteil. Bei Google beispielsweise waren es 54 % welche die AdWords erkannt haben. Dies bedeutet jedoch, dass die übrigen 45% keine Anzeigen erkennen konnten. Erwähnen müsste man noch, dass die rechte Spalte für die Befragten sichtbar gelassen wurde. Dieser 50/50 Trend war auch bei anderen Suchmaschinen (wie Yahoo oder Bing) der Fall.

Die Befrager wollten es nun genauer wissen: „Where might ads appear on search results at top search engines like Bing & Google?” Mit der Frage “Wo?” müsste nun klar werden, dass es tatsächlich Anzeigen hat. Ein Drittel antworte korrekterweise, dass sie sich in der rechten Spalte befänden. Wie wird jedoch wissen, hat es auch in der linken Spalte Anzeigen. Jedoch erkannte dies nur knapp ein Zehntel. 20% konnten jedoch immer noch keine Anzeigen erkennen.

Die scheinbare grosse Unkenntnis unter den Befragten führte zu einer weiteren Frage. What background color do Google search results use to denote top left search advertisements?”. Um zu verdeutlichen, den Befragten wurde gesagt, DASS sich tatsächlich Anzeigen auf der Seite befinden und WO sich diese befinden. 49.7% waren überzeugt, dass diese keine Hintergrundfarbe hätten sondern weiss wären. Ein Viertel sagte aus, dass die Anzeigen einen blauen Hintergrund hätten. Richtig wäre gelb gewesen was immerhin noch ein Zehntel erkannt hat.

Zusammenfassend kann man nun sagen, dass Leute allgemein eine negative Haltung gegenüber Anzeigen haben und, dass mindestens die Hälfte die Anwesenheit von Anzeigen erkennt. Jedoch kann nur eine äusserst geringe Anzahl sagen wo sich diese genau befinden und wie sie sich von den organischen Suchresultaten unterscheiden.  Also: Augen auf und den Finger nicht immer nur auf andere richten!

 

Dies ist ein studentischer Beitrag von Lillian de Leeuw, den sie im Rahmen der Vorlesung „Online Marketing“ verfasst hat. Lillian studiert im 5. Semester an der Universität Zürich Englisch im Hauptfach und Publizistik- und Kommunikationswissenschaft im Nebenfach. Nebenbei arbeitet sie als Verkäuferin bei Press & Books.

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Ab 18. September 2012
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