Das Phänomen Modeblog

Vor jener Zeit sassen noch ausschliesslich Designers, Presseleute und andere VIP’s in der Frontrow von Fashionshows. Die Zeiten haben sich geändert, nun sind es die Fashion-Bloggers. Die Zeit der Modeblogs ist gekommen. Mittlerweile gibt es weltweit einige hundert dieser Street-Style Blogs.

Wieso sind Modeblogs heutzutage so begehrenswert?

Aus Sicht der Blogger ist ein Grund sicherlich die Einfachheit der Erstellung solcher Blogs. Auch spielt die Popularität eine wichtige Rolle. Ein Blog wird gelesen, verlinkt und kommentiert. Man kann sich schnell einen Namen machen. Lukrativ ist natürlich auch die Kombination von der Passion zur Mode und das Verfassen von Texten. Durch das Sharing von Posts bekommt man Bestätigung und Kritik, denn der Dialog mit den Followers ist gewährleistet durch die Möglichkeit Kommentare zu jedem Bild zu schreiben. Ein weiterer Grund, wieso aus Sicht von Blogger Modeblogs so begehrenswert sind, ist die Tatsache, dass Blogging frei von Rivalität ist. Dialika Krahe schreibt dazu im Artikel “Mode-blogs, der virtuelle Laufsteg” – “Konkurrenz gibtes nicht: ein demokratisches Forum für eine junge Gesellschaft, die sich vernetzt und ihr Interesse an Mode zur gemeinsamen Sprache macht.”

Ein Grund für die Begeisterung aus Follower-Seite  ist die Alltagssprachlichkeit der Blogs. Sie sind dialogartig verfasst mit einem Hauch von Persönlichkeit. Dies erzeugt mehr Nähe zu den Lesern. Auch zeigen die Blogger nicht nur dürre Models die überstilistisch bekleidet sind, sondern sie orientieren sich mehr an alltagstauglichen Trends. Hinzu kommt noch, dass Modezeitschriften sehr teuer sind und immer teurer werden. Auch sind diese Zeitschriften nur monatlich erhältlich und Bloggers stellen praktisch tagtäglich neue Outfitposts online. Plus findet man Inspiration nur durch ein paar Klicks auch von zu Hause aus. Dialika Krahe schreibt dazu ”Jeder kann plötzlich, ohne von seinem Schreibtisch aufzustehen, über Boulevards schlendern, durch Szeneviertel bummeln und die junge Avantgarde bewundern. Nur dass der moderne Flaneur nicht mehr nur in einer Stadt unterwegs ist, er bewegt sich über das Internet in Dutzenden Städten zugleich – im urbanen Weltraum, wenn man so will.”

Wie erwähnt ist die Präsenz von Blogger bei Modeschauen gross. Modefirmen schicken Einladungen, sodass Bloggers ihre Kollektionen fotografieren. Was für eine Logik steckt dahinter? Was ist der Profit von Modeblogs aus Sicht der Modefirmen? Durch das online-stellen von Kollektionen auf Blogs können Linien bewertet und diskutiert werden. Sowie ermöglicht das Internet eine grössere Reichweite als Modemagazine und Fotos sind auch schneller im Internet auffindbar. Letztlich sind Modeblogs für Modefirmenen Werbung oder besser gesagt “billiger ist Marketing nicht zu haben”, wie es im Artikel “Die Macht der Modeblogger” erläutert wurde. Die Marketingstrategiefunktionniert simpel: Blogger ziehen ein Kleidungsstück aus einer Kollektion an, lassen sich ablichten, erlangt tausende von Lesenden, kriegen Lob durch Kommentare und es resultiert schlussendlich ein Verkaufsboom.

Zusammenfassend kann man behaupten, dass nicht nur die Blogger selbst mit der Möglichkeit der Selbstverwirklichung, sondern auch die Follower und Modefirmenen von den Modeblogs profitieren.

 

 

 

Dies ist ein studentischer Beitrag von Jessica Tinnacher (@JessTinnacher), den sie im Rahmen der VL „Online-Marketing“ verfasst hat. Ihre Muttersprache ist Deutsch und sie studiert Publizistik und BWL an der Universität Zürich.

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2 comments on “Das Phänomen Modeblog
  1. August Ullrich says:

    Hi Jessica, Leider bin ich nicht ganz deiner Meinung, dass ein Blog nur eine “Möglichkeit der Selbstverwirklichung” ist. Vor allem Modeblogs verdienen mit Affiliate-Marketing richtig viel Geld. Die meisten Produkte sind zu Online-Stores verlink und bei jedem Kauf über diesen Link bekommt der Blog 5-15% Kommission von Verkaufspreis. Die Vorstellung, dass ein Blog von Individuen als eine spielerei betrieben wird ist veraltet. Bloggen ist ein Business das sehr viel Geld umsetzt. (Dieses Jahr waren die Ausgaben von Online-Shops alleine in den USA bei $4Milliarden für affiliate marketing
    Quelle: http://www.amnavigator.com/blog/2012/02/21/size-of-affiliate-marketing-industry-worldwide/)
    Falls du mal sehen willst wie einfach das geht kannst du dich ja mal probeweise bei http://www.linksert.net anmelden.
    Lg August

  2. Ivana says:

    Ich finde den Blog gut obwohl er eben nur die eine Seite von Modeblogs beleuchtet.Augusts Kommentar ist eine schöne Ergänzung zum Thema und zeigt auch die andere Seite die eben profitorientierter ist. Ich habe gar nicht daran gedacht, dass man mit so etwas auch Geld verdienen kann. Modeblogs sind eine feine Sache, ich selber habe so etwas nicht finde sie aber recht hilfreich und interessant

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