Mobile Marketing – Neuer Trend?

Glaubt man einer aktuellen Studie von International Telecommunication Union, benutzen 86 von 100 Menschen ein mobiles Endgerät. Das persönliche Handy hat sich längst zu einem Lifestyle-Tool entwickelt und jeder hat es immer und überall mit dabei.

Das immer rasantere Konsumverhalten der heutigen Generation fordert das Marketing zunehmend heraus. Innovationen und neue Ideen, um die Kunden zu erreichen, sind so gefragt wie nie zuvor. Natürlich bietet sich da das sogenannte Mobile Marketing an. Unter Mobile Marketing versteht man im Allgemeinen Marketingmassnahmen, die über das Mobiltelefon übertragen werden (vgl. Habijanovic, o.J.: 5). Durch die Kenntnis des Standorts wie auch der individuellen Präferenzen von Kunden soll ein zielgerichtetes Marketing-Konzept erschaffen werden (vgl. Schmich/Juszczyk, 2001: 78). Unterschieden wird zwischen den sogenannten Pull- und Push-Massnahmen,die eine verschiedenartige Einflussnahme auf den Kunden haben. Ein Pull-Dienst ist ein gewollter und aktiver Vorgang des Nutzers, z.B. der Abruf der aktuellen Staumeldungen bei einem Automobilclub. Ein Push-Dienst jedoch, ist wie der Name schon andeutet eigentlich ungewollt und vor allem passiv, d.h. der Empfänger erhält Informationen, ohne nach diesen gefragt zu haben (vgl. Tomczak/Kruthoff, 2004: 89). Bei jüngeren Leuten kommt das heutzutage in der Nightlife-Community sehr oft vor, dass man beispielsweise ein SMS kriegt mit den Daten der nächsten Party in einem bestimmten Club. Viele Leute aber empfinden diese Push-Nachrichten als sehr nervig und ärgerlich. Indessen gibt es auch Befürworter des beschriebenen Mobile Marketings. Diese Dissonanzen erläutern Tomczak und Kruthoff (2004: 88) wie folgt: „Personalisierung, Lokalisierung, Emotionalisierung, Ubiquität und Interaktivität sind die Zauberwörter der Mobile Marketing-Anhänger. Spamming, Verlust der Privatsphäre, unausgereifte Technik und Missbrauch von Kundendaten erwidern die Gegner“.

Mobile Marketing gilt als relativ neues Konzept und befindet sich momentan erst in seinen Anfängen. So hat es noch mit rechtlichen Bedingungen und den verschiedenen mobilen Technologien zu kämpfen. Jedoch wird dem Mobile Marketing eine hervorragende Zukunft prognostiziert, da damit eine ganz gezielte Kundenansprache möglich wird (vgl. Tomczak/Kruthoff, 2004: 88-89). Tomczak und Kruthoff (2004: 89-90) sprechen von einer „digitale[n] Ergänzung des klassischen Marketing Mix“. Dabei liegt der Fokus hauptsächlich auf dem vierten „P“: Promotion (vgl. dazu McCarthy 1964: Product – Price – Place – Promotion), da das Hauptgewicht auf der Kommunikation und der Information zwischen dem Unternehmen/Marke und dem Kunden liegt (vgl.  Tomczak/Kruthoff, 2004: 89). Jedoch ist das Mobile Marketing im Allgemeinen sehr gut in den Marketing-Mix einzubauen, wie nachfolgende Grafik illustriert:(Tomczak/Kruthoff 2004: 89)

Abschliessend kann gesagt werden, dass die Chancen und Risiken im Bereich des Mobile Marketing sehr nah beieinander liegen. Bei einem falschen Einsatz dieses Mediums droht dem werbenden Unternehmen einerseits eine hohe Fehlinvestition und andererseits kann es schwere Imageschäden davontragen. Von enormer Wichtigkeit ist der sensible Umgang mit den Kundendaten. Zusätzlich ist zu beachten, dass Mobile Marketing nicht völlig losgelöst von traditionellen Werbeformen eingesetzt werden, sondern nur als Ergänzung dieser, also komplementär verwendet werden kann(vgl. Tomczak/Kruthoff, 2004: 90).

 

Literaturverzeichnis

BGR (2012): http://bgr.com/2012/10/11/worldwide-cell-phone-usage-2012-6-billion/ (1.12.2012).

Habijanovic, Igor (o.J.): Mobile Marketing. S. 5-8.

Schmich, Peter/Juszczyk, Lukas (2001): Mobile Marketing – Verlust der Privatsphäre oder Gewinn für Verbraucher? In: Kahmann, M. (Hrsg.) (2001): Report Mobile Business – Neue Wege zum mobilen Kunden. Symposion.

Tomczak, Torsten/Kruthoff, Kai (2004): Mobile Marketing: Anyhow, Anywhere, Anytime!?!, in: persönlich – Die Zeitschrift für Marketing und Unternehmensführung, März 2004, S. 88-90.

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