Organische vs. bezahlte Klicks – Welche Methode sollte wann angewendet werden?

Immer wieder stellt sich für Unternehmen die Frage, ob sie im Internet mit der SEO (Search Engine Optimization) oder der PPC (Pay per Click) Strategie mehr Traffic auf ihrer Webseite generieren können. Die Beantwortung ist nicht ganz einfach und ohne erhobene Daten kaum zu meistern. Aus einer Studie der GroupM und Nielsen im Juni 2011 geht hervor, dass 94% der gesamten Suchanfragen auf organisch gewachsene Anzeigen gehen und nur gerade 6% auf bezahlte Anzeigen. In anderen Studien sehen die Zahlen etwas anders aus, im Grossen und Ganzen bleibt das Verhältnis jedoch gleich. Betrachtet man lediglich diese beiden Zahlen könnte man meinen, dass PPC sowieso die schlechtere Methode ist. Legt man jedoch den Fokus auf die suchenden Personen, die etwas kaufen wollen (also jene Anfragen mit hohem wirtschaftlichem Nutzen) zeigt sich, dass von jenen, zwei Drittel die bezahlten Anzeigen wählen. Das heisst also, dass sich für kommerzielle Zwecke die PPC Strategie durchaus eignet.
Es stellt sich nun die Frage, was ein Unternehmen erreichen will und wie viel Aufwand dafür betrieben werden soll.
Aus einer Umfrage geht hervor, dass 93% aller Suchanfragen der Informationsbeschaffung und der Navigation dienen. Demnach sind nur gerade 7% aller Anfragen kommerzieller Herkunft. Das bedeutet also, dass nur in diesen 7% eine hohe Trefferquote für PPC zu erwarten ist. Es spielt also eine grosse Rolle, welche Anfragen für ein Unternehmen wichtiger sind. Für kommerzielle Anfragen, die wichtig fürs Geschäft sind, ist PPC von grossem Vorteil. Sind jedoch nur Informationsanfragen wichtig, wäre die SEO Methode durchaus geeigneter, da guter Content zu mehr Informationen verhilft.
Vor- und Nachteile von SEO und PPC
Die Betrachtung der Vor- und Nachteile von SEO und PPC kann den Unternehmen ebenfalls bei der Entscheidung für die eine oder andere Strategie helfen. Denn nicht jedes Unternehmen verfügt über die notwendigen Ressourcen um die eine oder andere Strategie zu wählen. Während bei SEO die grosse langfristige Anlagenrendite, das hohe Volumen, die Markenbildung und das Bewusstsein über die Marke als Vorteile gelten, zählen die schnelle Organisation, die einfache Messbarmachung und Quantifizierung und die wenigen nötigen Entwicklungsressourcen zu den Vorteilen des PPC. Die Nachteile von SEO wären die erschwerte Quantifizierbarkeit, der Arbeitsaufwand und die Langzeitorientierung. Die Nachteile von PPC sind die hohen Kosten und das tiefe Volumen Potential.
Wenn ein Unternehmen beispielsweise nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, beziehungsweise diese nicht aufwenden will, ist die PPC Strategie von Beginn an keine geeignete Option. In einigen Fällen wäre auch ein Zwischenweg denkbar. Es besteht durchaus die Möglichkeit die Qualität der Webseite zu verbessern um mehr Besucher zu gewinnen und gleichzeitig eine Besserplatzierung durch PPC zu erwerben.
Quellen:
http://idaconcpts.com/2011/09/21/seo-vs-ppc/
http://www.socaldigitalmarketing.com/ppc
http://www.wordstream.com/blog/ws/2012/09/07/organic-versus-paid-clicks

 

„Dies ist ein studentischer Beitrag von Anita Bissig (@BissigA), den sie im Rahmen der Vorlesung “Online-Marketing” verfasst hat. Anita Bissig studiert Publizistik und Erziehungswissenschaften.

 

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