Facebook Contest: ein neuer Weg sein Publikum zu segmentieren

Fairmont's new Facebook Contest

Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. weisen eine extreme Wachstumsrate auf. Immer mehr potentielle Kunden tummeln sich auf solchen Plattformen und somit wird Facebook Marketing, als eine neue Methode zum Aufbau der eigenen Community immer populärer.

Wenn man mit seinen Fans über Facebook agieren möchte, sollte man unbedingt versuchen seine Community zu aktivieren. Ziel ist es, dass die Fans möglichst häufig auf die eigene Seite zurückkehren und so mehr Traffic erzeugen. Das erreicht man am besten, indem man auf der Facebook-Seite Content teilt, den die Fans in anderen Bereichen nicht finden. Zum Beispiel Verlosungen, welche man zusätzlich für die Zielgruppensegmentierung verwenden kann. Wie das genau funktioniert, möchte ich am Beispiel der Firma Farimont Hotels and Resorts zeigen.

Farimont hat kürzlich einen Facebook-Wettbewerb lanciert, um ihre Community in fünf verschiedene Reisetypen zu segmentieren. Mit der Aktion „Everyone’s an original personality“ nutze Farimont die Gelegenheit einige ihrer Luxushotels und Spezialangebote zu präsentieren und gleichzeitig die Reisepräferenzen ihrer Kunden mit fünf Fragen herauszufinden. Als Belohnung für das Ausfüllen des Wettbewerbtalons nahmen die Teilnehmer automatisch an einer Verlosung teil. Zu gewinnen gab es eine Woche Ferien in einem luxuriösen Fariment Hotel und dazu einen Gutschein im Wert von 400$ für Wellness, Freizeitaktivitäten oder Verpflegung. Als Gegenleistung erhielt Fairmont unzählige neue Namen und E-Mail-Adressen. Der Wettbewerb wurde dazu genutzt, mehr über die Bedürfnisse der Kunden in Erfahrung zu bringen. Für das Marketing ist es essentiell möglichst viel über die Kundschaft zu wissen, denn je genauer man seine Zielgruppe kennt, desto eher kann man sie mit personalisierten Angeboten erreichen.

Mit der Teilnahme an der Verlosung, konnte jedem Fan einer von fünf Reisetypen zugeordnet werden. Durch diese Klassifizierung haben sie nun die Möglichkeit ihre Kunden in Gruppen einzuteilen und personalisierte Newsletter zu generieren. Diese Unterteilung ist von besonderer Bedeutung, denn wie der Marketingverantwortliche von Fairmont Hotels Chris Sietsema sagt:

„One of the most important and challenging aspects of email marketing is to provide the highest level of relevance possible“

das bedeutet die richtige Message zur richtigen Zeit an die richtige Zielgruppe zu senden. Man geht davon aus, dass hohe Relevanz zu höheren Öffnungsraten führt und somit den Kunden eher dazu bringt, mit dem Unternehmen zu interagieren. Für das Marketing ist die Kundschaft nun nicht mehr eine anonyme Masse, sondern personalisierbar. Mit einer massgeschneiderten Kommunikation wird der Kunde direkt angesprochen und erhält so den Eindruck, dass das kommunizierte Angebot speziell nur für ihn erstellt wurde, wodurch die Relevanz der Message steigt.

Einerseits ist die Segmentierung für das Marketing ein wahrer Meilenstein, da sie die Kundschaft in charakterisierbare Untergruppen gliedern lässt. Andererseits ist z.B. ein personalisierter Newsletter heutzutage nicht mehr wahnsinnig innovativ. Wir erhalten täglich unzählige solcher Newsletter, die bei den meisten direkt im Papierkorb landen. Zudem sollte man berücksichtigen, dass eine solche „Schubladisierung“ auch negative Auswirkungen haben kann, wie das Beispiel des personalisierten Newsletters der „Master Messe“ letzten Oktober gezeigt hat. Zu diesem Anlass erhielten wir eine personalisierte Email mit der Frage: „Möchten Sie wissen, welche Weiterbildungs-Möglichkeiten Sie nach Ihrem Bachelor in Publizistikwissenschaften haben? Dann besuchen Sie die diesjährige Mastermesse in Zürich wo über 400 Masterstudiengänge vorgestellt werden!“ Beim Besuch der Messe stellte sich schnell heraus, dass sie sich überhaupt nicht an Publizistikstudenten richtete. Ich fühlte mich alles andere als persönlich Angesprochen, und war frustriert über die vergeudete Zeit!

Abschliessend kann gesagt werden, dass Zielgruppensegregation sowohl Potenzial, als auch Risiken beinhaltet. Wir werden tagtäglich mit personalisiertem Content überschüttet und damit dieser Content eben nicht direkt im Papierkorb landet, sollte man sein Marketing unbedingt mit verschiedenen Social Media Tools kombinieren.

 

 

„Dies ist ein studentischer Beitrag von Alessandra Keiser, den sie im Rahmen der Vorlesung “Online-Marketing” verfasst hat. Alessandra Keiser studiert Publizistik, Politikwissenschaften und Soziologie an der Universität Zürich und arbeitet nebenbei als Projektassistentin in einer Züricher Kommunikationsagentur.

 

Quellen:

 

 

Posted in studentischer Beitrag

Social Media Graubereich: Wer kauft likes, und wieso?

Die Wichtigkeit von Facebook, Twitter und anderer neuen sozialen Netzwerken nimmt laufend zu. Unglaublicherweise kann man heute sogar „likes“ auf Facebook, oder „followers“ für den Twitter kaufen: Unter get-likes.com/ kann man beispielsweise auf  „Facebook likes store“ klicken und wählen, ob man „likes for fanpage“, „likes for status“, „likes for photo“ usw. kaufen möchte. So kann man für 17.99 USD 500 „actual Facebook Likes“ erstehen. Wenn man bereit ist,  $879.99 auszugeben, kauft man 60 000 Likes und die Botschaft lautet „All fans are Real Facebook Users“.

Beim Twitter ist die Idee die gleiche. Man kann unter „intertwitter.com“ followers kaufen. Man kann sogar die Kommentare der Kunden lesen: „Buying followers offers a head start to anyone beginning their journey in brand building. Intertwitter is a professional and reliable resource that I used for my new online boutique “ von Jessica @ ByBy Studio. Aber dann stellt man sich die Frage, ob dieser Kommentar nicht auch erkauft wurde? Oder verfälscht? Existiert diese Jessica überhaupt?

Die „Sozialen Netzwerke“ liegen teilweise an die Grenze der Pseudo-Realität, etwa wenn ich wunderschöne Photos von meinen Ferien oder von mir hochlade um „cool“  zu erscheinen.  Jetzt ist man noch einen Schritt weiter: Man kann sich die Gefolgschaft und  sogar die „ likes“ kaufen. Aber warum würde jemand Geld dafür ausgeben? Die Idee dahinter ist in erster Linie, ein zielgerichtetes Werbeimage für Produkte oder Unternehmen bei einem bestimmten Publikum aufzubauen. Die Kommentare auf get-likes.com/ lauten deshalb sinngemäss etwa wie folgt: „We’ve got a lot of active fans who like our business page. Our sales continue to rise every day“. D. h., durch die vielen Followers und likes wird ein neues Unternehmer schneller populär, „initially the “sense” that something is popular will itself drive some engagement“, sagt Ryan Skinner (http://econsultancy.com/ch/blog/10697-yes-you-can-buy-a-like-and-you-just-might-want-to)-. Hauptziel wäre es, den neuen Unternehmen einen „push“ zu geben, damit diese schon populär erscheinen, obwohl sie de-facto weitgehend unbekannt sind.

Michelle Goodal behauptet, man könne das PTA und die „engagement rates“ überprüfen um festzustellen, ob die „likes“ gekauft wurden oder nicht. Die Schwierigkeit besteht  darin, dass die Mehrheit der Facebooknutzer nicht weiss, wie dies gemacht werden muss. (Ehrlich gesagt, weiss ich selber auch nicht, wie das funktioniert).

Tony Thor, chief executive officer of Social Brawn behauptet, das Kaufen von Followers sei sinnlos. Er meint, dass fast alle Profile ohnehin geschönt und damit “fake” seien und dass „page owners who’d bought fans and not a single buyer got any increase in sales nor engagement after the purchase“ (http://allfacebook.com/should-you-buy-facebook-fans-maybe-not_b48854).

Likes und Followers zu kaufen heisst, dass der Unternehmer nicht zuversichtlich genug  ist, um die Marke  organisch aufzubauen. Andy Killworth (Digital Marketing Executive at Koozai) behauptete: „Bought Twitter followers are blatantly obvious and in any case never hang around long – it’s cheap to do and looks cheap“.  (http://econsultancy.com/ch/blog/10697-yes-you-can-buy-a-like-and-you-just-might-want-to)

Martin Hines, ein Journalist des London College of Communication, schrieb eine giftige Anmerkung in seinem Blog mit dem folgenden Titel: „Who needs reality, when you’ve got twitter?“ und sagte weiter „How can you associate any real sense of worth to you, or your product when you’re basically admitting that you’re not good enough for reality?“ (http://martinhines.wordpress.com/2012/07/08/who-needs-reality-when-youve-got-twitter/)

Damit  stellt man sich die Frage, ob das Kaufen von „likes“ und „followers“, objektiv gesehen, wirtschaftlich Sinn macht. Dazu gibt es leider keine wissenschaftlich anerkannte Untersuchung. „Do you want your business to appear successful or actually be successful?“ fragt sich Tony Thor, chief executive officer of Social Brawn (http://allfacebook.com/should-you-buy-facebook-fans-maybe-not_b48854). Er glaubt hiermit, die Frage schlüssig beantwortet zu haben: wohl nicht.

Dass sich solch ein Markt überhaupt entwickeln konnte, hängt mit unserer kulturell bedingten Überbewertung der „Zahlen“ im allgemeinen zusammen. Was ich hiermit meine ist, dass wir im heutigen Zeitalter alles, aber wirklich alles in Zahlen ausdrücken wollen. Die Intelligenz etwa lässt sich doch nicht wirklich numerisch in einer einzigen Zahl erfassen. Der höchste Berg, der reichste Mann und eben auch das meistgesehene YouTube – Clip, all das wird in Zahlen ausgedrückt. Die Zahlen geben uns immer eine wichtige, wenn auch stark reduzierte Information. Hohe Zahlen erwecken unsere Neugierde, etwa wenn wir lesen, dass das YouTube – Clip „Gangnam Style“ eine Mrd. (1.000 Millionen) mal runtergeladen wurde, kommen wir nicht daran vorbei, es auch herunterzuladen. Hohe Zahlen faszinieren uns. Wenn wir nach der Eingabe eines Musikernamens die You Tube Page öffnen, werden wir automatisch die Clips mit der höchsten Zuschauerzahl zuerst öffnen. Marketingmässig wird diese menschliche Eigenschaft ausgenutzt. Etwa wenn wir lesen: „der meistgesehen Film des Jahres“, „der meistgesehene Film aller Zeiten“, „der meistverkaufte Wagen“, usw., als ob dieses ein Synonym für hohe Qualität wäre.  Glücklicherweise haben die Menschen eine andere zusätzliche Eigenschaft, nämlich das kritische Verständnis. Insbesondere wenn wir uns von den hohen Zahlen haben beeinflussen lassen und unsere Erwartung dementsprechend hoch ansetzten, sind wir meist stark enttäuscht , wenn das erwartete Gefühlserlebnis nicht eintritt und die Qualitätsmerkmale  nicht vorhanden sind.

Wahrscheinlich ist es so, dass doch viele Internetfans sich durch eine hohe Zahl an followers beeinflussen lassen, und  die Page mit den gekauften followers vor den weniger besuchten öffnen. Wenn der Inhalt den hohen Erwartungen entspricht, hat der Kauf der followers sein Ziel erfüllt, nämlich diese Page vor den weniger gesehenen geöffnet zu werden. Voraussichlich schaffen es aber die Pages der meisten „Followerkäufer“ nicht, dem Erwartungsniveau zu entsprechen, der Besucher fühlt sich betrogen und kehrt nie mehr zurück.

Wenn der Kauf von followers einen beschränkten positiver Effekt auf die Geschäftsergebnisse hat, stellt sich immer noch die ethische Frage: die eventuellen Kunden werden schon bei der ersten Kontaktnahme belogen. Das ist eine höchst ungesunde Geschäftspolitik.

 

Dies ist ein studentischer Beitrag von Julia Rahal Steiner (@juliarsteiner), den sie im Rahmen der VL „Online-Marketing“ verfasst hat. Sie studiert Publizistik- und Kommunikationswissenschaften im Hauptfach und Filmwissenschaft im Nebenfach.

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7 Tipps für erfolgreiches Viral Marketing

7  Tipps für erfolgreiches Viral Marketing

Sicher ist vielen Leuten der Begriff Viral Marketing weitgehend unbekannt, trotzdem sind wahrscheinlich sind die meisten von ihnen schon einmal Teil einer solchen Werbekampagne geworden oder haben aktiv ein Produkt dadurch unterstützt. Sobald wir einen Link verbreiten, uns ein YouTube Video ansehen oder einen Artikel auf Facebook liken tragen wir zu viralem Marketing eines Produktes bei und sind uns dessen doch nicht immer bewusst. Die Frage, die  aber oft im Raum stehen bleibt ist ob der Erfolg solch einer Kampagne nur Zufall, Glück oder doch das Ergebnis einer langjährigen Planung darstellt? Falls ja, wie würden diese Planung aussehen und was müssten ein Produkt besitzen um erfolgreich zu werden? Wie wurde zum Beispiel eines der neusten und bereits in der Vorlesung angeschnittenen viralen Marketingkampagnen, Psys Gangnam Style, zu einem solchen weltweiten Phänomen?

Kevin Cain nennt auf seinem openview blog vier Kriterien welche für das Produkt der Marketingkampagne sehr wichtig sind und möglichst erfüllt sein sollten damit ein viraler Effekt entsteht:

1. Entertaining – Unterhaltsam

Das Produkt sollte in erster Linie unterhaltend sein und den Nutzern Spass bereiten. Dieses Kriterium wird beim Gangnam Style Video durch eine kreative, witzige Tanzchoreografie und viele Farben erfüllt. Das Video ist sehr abwechslungsreich und vereint dadurch viele Themen, die den Konsumenten ansprechen könnten.

2. Educational – Lehrreich

Psys Liedtexte sind zwar für die meisten Leute sowieso nicht verständlich, doch unterdessen ist den meisten Leuten bewusst, dass Gangnam ein Luxusquartier in Südkoreas Hauptstadt Seoul ist.

3. Compelling – Unwiderstehlich

Vor allem die Tanzschritte im Video sind unterhaltsam und einfach zu imitieren. Ein Phänomen, welches auch bei anderen Liedern bereits zu weltweiter Medienpräsenz geführt hat zum Beispiel bei Los del Rio – Macarena oder Las Ketchup – Asereje.

4. Short & Sweet – Kurz & Entzückend

Mit ungefähr fünf Minuten passt der Song in die eher kurze Aufnahmespanne von Menschen und bleibt somit besser in Erinnerung.

Nun aber nochmals zurück zur Frage ob geplant oder zufälliger Erfolg? Die englische PR-Agentur 10 Yetis schlägt folgende sechs goldenen Regeln für ein erfolgreiches Viral Marketing Produkt vor:

 

1.       Es braucht ein klar definiertes Ziel

Sicherlich kann eine Internetsensation auch durch Zufall entstehen, aber im Normalfall ist es vielversprechender eine Kampagne von Anfang bis Ende durchzudenken. YG Entertainment, das Plattenlabel von Psy, erklärte beispielsweise anfangs 2012, dass sie in Amerika Fuss fassen wollen und vermehrt ausserhalb des begrenzten koreanischen Marktes Erfolge feiern möchten. Dafür wollten sie eine Niederlassung in Amerika gründen und mit dem bekannten Musiker Will.I.Am zusammenarbeiten.

2.       Eine wachsende Anhängerschaft, die schnell über eine Plattform erreicht werden kann

Mittlerweile gilt es als ein relativ normaler Prozess, dass die Massenmedien beginnen über ein Thema zu schreiben, weil es im Internet eine grosse Aufmerksamkeit erhält. Im koreanischen Raum verfügte YG Entertainment bereits über 2.5 Millionen YouTube-Abonnenten und ihre zuvor produzierten Musikvideos wurden schon über 1.6 Milliarden Mal angeklickt. Ausserdem hatte das Label neben Psy zwei weitere sehr erfolgreiche koreanische Popbands unter Vertrag, die eine grosse Community bildeten. YG Entertainment verfügte also über eine Fan Basis, welche das Potential hatte das Interesse der Medien für sich zu gewinnen.

3.       Mitreissende Inhalte kreieren, welche die Leute gerne teilen und die allfällige wirtschaftliche, soziale oder sprachliche Grenzen zu überwinden vermögen.

Bei den Regeln 3 und 4 sind die vier oben erwähnten Kriterien sehr wichtig. Die meisten Leute verbreiten Inhalte nur wenn sie sehenswert sind und dies muss das Ziel sein für die Kampagne. Um den Erfolg in Südkorea zu garantieren wurden drei bekannte Gesichter des Landes ins Video eingebaut. Die Parodie auf das Luxusquartier Gangnam, die vielen Farben und der Tanz trugen zur guten Medienaufnahme bei.

4.       Neugier der Early Adopters und fanatischen Fans wecken

500 Tausend Views am ersten Tag! Und doch kein Erfolg? So hätte es rauskommen können, wenn nicht die amerikanischen Medien auf den Zug aufgesprungen wären. Dabei sind die Early Adopters, welche immer ein bisschen voraus sind eminent wichtig, da sie Trends kreieren und somit unser mediengesteuertes Denken beeinflussen. Mehr und mehr westliche Medien fingen an über das koreanische Phänomen zu berichten und die globale Medienpräsenz war erreicht.

5.       Besitze einen Plan das Medieninteresse aufrecht zu erhalten

Nachdem der Song in aller Munde war, war das nächste Ziel sein, diesen Zustand beizubehalten. Psy war überall. In Talkshows, bei den Vereinten Nationen, im Weissen Haus. Die Liste könnte noch länger sein. Mit Scooter Braun, Besitzer zweier Plattenlabels bei denen Justin Bieber unter Vertrag steht, wurde eine Internationale Grösse mit an Bord geholt. Er verschaffte Psy diverse Auftritte an Shows und sorgte dafür dass er seinen Zögling Justin bei den YouTube-Views überholen konnte.

 6.       Plane eine Exit-Strategie, die die Leute bei der Stange hält

Mit dem bewussten Verzicht des Plattenlabels auf die Durchsetzung von Urheberrechten, und zwar nicht nur was die Weitergabe der Originaldatei betrifft, sondern auch hinsichtlich der Erstellung von Remixes und Parodien wurde massgeblich zum weiteren Erfolg des Produkts beigetragen. Mit den masshaften Parodien und Imitationen der Tanzchoreografie beispielsweise von Google Mitarbeitern, Gefängnisinsassen, Soldaten und dem Eintrag ins Guinness Buch der Weltrekorde ist seine Medienpräsenz auf dem Zenit angekommen. Der Gangnam Virus hat uns alle infiziert und ein gewisses Sättigungsgefühl macht sich langsam breit. Doch eine Hürde gibt es noch zu überspringen. 1‘000‘000‘000 Views auf YouTube. Jeder siebte Mensch hat das Video bereits gesehen (was man so nicht ganz sagen kann, aber trotzdem einen eindrücklichen Vergleich bietet). Für YG Entertainment war der Song ein Riesenerfolg und ihr ursprüngliches Ziel sicherlich erreicht.

Abschliessend lässt sich also sagen, dass mit einer guten Planung sehr viel erreichen kann. Trotzdem eine grosse Portion Glück gehört sicher auch dazu.

 

Quellen:

http://www.10yetis.co.uk/how-gangnam-style-went-viral.html

http://blog.openviewpartners.com/how-to-make-a-viral-video-1/

http://www.marketing.ch/wissen/viralmarketing/definition.pdf

 

Bilder

http://www.shoemycolor.com/gangnam-style-psy-the-most-popular-hand-painted-custom-shoes

http://womeninbusiness.about.com/od/marketingyourbusiness/ig/How-to-Go-Viral/What-is-Viral-Video-Marketing.htm

http://danaugello.wordpress.com/2012/10/18/goal-line-stand-viral-marketing-for-the-small-guys/

Dies ist ein studentischer Beitrag von Jlana Hirshenson (@jlana85), den sie im Rahmen der Vorlesung „Online-Marketing“ verfasst hat. Jlana Hishenson studiert an der Universität Zürich, wo sie im Hauptfach Populäre Kulturen und im Nebenfach Publizistik belegt.  Nebenbei arbeitet  sie als Prozess- und Marketingassistentin in Zürich.

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Educate me! Ich will mitreden können

Mit erfolgreichem Content-Marketing zum Erfolg                                

                                             

Wir sind im Digitalen Zeitalter angekommen und können uns nur schwer ein Leben ohne das Internet vorstellen. Zum Glück, den dieses bietet uns heutzutage eine Fülle von Informationen und Wissen, welches für jeden zugänglich ist. Alleine in der USA verbringt ein durchschnittlicher Amerikaner im Monat 32 Stunden am PC (42% davon an Social Networking Seiten). Das ist rund ein Achtel der Zeit die jemand im Monat zur Verfügung hat. Eine ganze Menge !

Zahlreiche Unternehmen nutzen diese Tatsache um ihre Produkte zu vermarkten. Schon lange reichen Werbung und Kundengespräche nicht mehr um Rezipienten dauerhaft an ein Produkt zu binden und sich somit treue Kunden zu schaffen. Aber wie schafft man das?

Das Zauberwort heisst hier: Content-Marketing !

Durch diverse Social Medias wie Facebook, Twitter und co. verbindet sich die Marke mit seinen potenziellen Kunden. Sie bieten nicht nur Informationen zu dem Produkt, sondern berichten auch über das  Unternehmen oder einfach nur interessante Beitrage zu allgemeinen Themen. Mit machen ist alles, denn dem Kunden wird die Möglichkeit geboten aktiv mit zu reden! Ganz nach dem Motto: Learning by doing!

“Du bist gefragt! Mach mit, denn uns interessiert DEINE MEINUNG!”

Durch das involvieren der Kunden wird Vertrauen aufgebaut und das Interesse an dem Produkt geweckt. Viele Marken wie: Starbucks, McDonalds, Burger King usw. nutzen Facebook-Seiten um ihre Fans täglich zu informieren und eine Beziehung mit ihnen auf zu bauen. Über Facebook können Informationen, Bilder und Videos schnell verbreitet werden (durch das liken und sharen) um somit auch  eine Tür für potenzielle neue Kunden zu öffnen. Man möchte sich informieren, etwas dazu beitragen und sich mit anderen Leuten in Verbindung setzen.

Wichtig hier: Nur guter Content führt zum Ziel. Niemand von uns möchte nur mit Werbung und unwichtigen Content zugemüllt werden. So macht das alles keinen Spaß und bringt keinem etwas! “I want content that matters!”

Wann kaufe ich ein Produkt?

  1. Mein Interesse für das Produkt wird geweckt. Man wird auf das Produkt aufmerksam.
  2. Ich überlege mir nun ob ich dieses Produkt brauche und ob es meinen Vorstellungen entspricht.
  3. Schließlich entscheide ich mich dafür, das Produkt zu kaufen.

Jetzt bist du gefragt! 

Wie schon erwähnt, suchen viele Unternehmen  den Kontakt mit (potenziellen) Kunden und lassen sie aktiv ihren Beitrag dazu leisten. Beispiele dafür haben wir bei der beliebten Marke Starbucks. 2010 startete diese eine Community “My Starbucks idea” welche die Möglichkeit bot Kunden mit dem Unternehmen zu verbinden und Ideen auszutauschen. So konnte man  an der Produktion beteiligt sein und Ideen von anderen bewerten sowie eigene einsenden. Bis heute wurden 29 891 Getränkeideen eingesendet und 1000 von diesen Ideen wurden umgesetzt. Zusammen mit seinen Kunden kreiert Starbucks erfolgreichen Content. It works!

Ebenfalls genauso erfolgreich verläuft die Kampagne von McDonalds “Bau dir deinen Burger” . Gesucht werden kreative Burger-Liebhaber die ihre Kreationen auf der Webseite vorstellen und andere hungrigen Webbesuchern können ihren Favoriten auswählen. Nun soll dieses Konzept auch in der Schweiz aufgehen. Die drei besten Burger-Kreationen stehen dann ab Frühling 2013, in allen 150 McDonalds Restaurants in der Schweiz, im Angebot. Lecker  “Mein Burger” (Werbespot)!

Mach mit!

Wir sind keine dressierten Affen die planlos alles kaufen, was uns die Industrieketten vor die Füße schmeißen. Wir wollen überzeugt werden und vor allem gehört werden. Content wird für eine bestimmte Zielgruppe hergestellt- für UNS. Deshalb ist es auch wichtig, dass immer mehr Unternehmen die Meinung der Kunden berücksichtigt und wir als Konsumenten nun die Möglichkeit haben  mit dem Unternehmen gemeinsam zu kooperieren. Treue Kunden verschafft man sich, indem man eine Vertrauensbasis aufbaut und mit ihnen Kommuniziert. Macht mit!

Check this out:  How educating your audience PAYS OFF

„Dies ist ein studentischer Beitrag von Ivana Cvijanovic, den sie im Rahmen der Vorlesung “Online-Marketing” verfasst hat. Ivana Cvijanovic studiert Publizistik,slavische Sprachwissenschaft und Gymnasialpädagogik an der Universität Zürich. In ihrer Freizeit gibt sie gerne Ratschläge die sie selber nicht befolgt.“

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Social Media in der Politik – Gefällt mir?

In der heutigen Zeit ist es schon fast ein Muss für jeden Politiker sich über Facebook, Twitter und Co zu vermarkten. Social Media ist schon seit längerem keine reine Kommunikationsform für Private mehr. Politiker und Parteien nutzen die “ich will alles über jeden wissen und von mir preisgeben – Welle” gekonnt oder weniger gekonnt aus. Sie lechzen regelrecht nach Aufmerksamkeit ohne sich den möglichen Konsequenzen bewusst zu sein. Es gibt genügend Beispiele welche die Unachtsamkeit im Umgang mit den neuen Medien belegen.

Fehltritte – ein notwendiges Übel?

Geschehen die Missgeschicke wirklich nur aus Versehen? Oder steckt dahinter eine Strategie um mehr Aufmerksamkeit, Likes, Followers… zu generieren? Die Politiker und Parteien verhalten sich zur Zeit eher wie pubertierende Teenager, welche die Grenzen ausloten. Ganz nach dem Motto, negative Publicity ist auch Publicity. Die ganze Social-Media Geschichte ist vielleicht noch zu jung um dies genau du definieren. Es wird wohl noch einige Zeit verstreichen, bis diese Storys aus den Medien verschwinden und die ganzen Kanäle professioneller und konkreter genutzt werden.

Gefällt mir – Interesse auf  Zeit? 

Im Präsidentschaftswahlkampf der USA wurde ebenfalls massenhaft gepostet und getwittert. Social Media Plattformen wie  Facebook oder Twitter spielen eine immer wichtigere Rolle im Schlagabtausch der Politiker. Schnell sind Likers und Followers gefunden, die den Medienhype perfekt machen.

Die Grafik von Alexander Becker zeigt auf wie gross beispielsweise die “Sympathie” zu Barack Obama oder Mitt Romney ist.  27,1 Millionen Facebook Usern gefällt Barack Obama, 1,29 Millionen folgen ihm auf Twitter doch gefällt ihnen die Person von Barack Obama oder ist es eher ein Statement für die Demokraten? Stehen sie wirklich hinter ihrem Präsidenten oder möchten sie einfach gerne laufend infomiert werden über den aktuellen Stand der Dinge. Bedeutet ein like, gefällt mir? Oder interessiert mich zur Zeit?

Wenn man sich die Seite http://disappearingromney.com/ ansieht wird einem schnell klar, dass der Button für gewisse Seiten eigentlich eine neue Namensgebung verdient hätte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Blogpost ist ein studentischer Beitrag von Aline Rutishauser (@HellaWahnsinn) der für die Vorlesung Online Marketing verfasst wurde. Aline studiert an der Universität Zürich im Hauptfach Psychologie und im Nebenfach Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. In ihrer Freizeit ist sie viel mit Freunden unterwegs und diskutiert gerne über Gott und die Welt.

 

 

Quellenverzeichnis:

http://bernetblog.ch/wp-content/uploads/2012/09/Bildschirmfoto-2012-09-26-um-09.26.34.jpg

http://disappearingromney.com/

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Ab 18. September 2012
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